Wenn sich zwei streiten ...

12.02.2013 03:00

... freut sich der dritte, vierte, fünfte oder sechste Nachbar!

In Essen auf der SPIEL spielte ich gegen ein Paar, das sich ständig bekriegte, soll heißen:
sich gegenseitig einhügelte, gute Symbolplättchen wegnahm, Lücken in den Rasen riss usw.

Dabei war ich der führende Spieler & hätte eigentlich viel eher malträtiert werden müssen.

 

Auf meine Frage, warum sie sich selbst das Rasenmäherleben schwermachten, statt mir, dem Führenden, antwortet Er, sie hätten beide darum gewettet, wer hier auf der Messe die meisten Spiele gewönne, bekäme vom anderen ein Spiel seiner Wahl geschenkt.
Und Sie hätte bereits 2 gewonnen, Er jedoch noch keines.

 

Dazu fiel mir nichts ein & ich sagte daher nichts.
 

Später erst ging mir auf, dass ein solches Vorgehen nicht von Erfolg gekrönt sein kann.

Ich muss stets den Nachbarn im Auge haben, der als nächstes zu gewinnen droht.
Und das ist gar nicht mal so einfach festzustellen.  

Tue ich das aber nicht, versteife ich mich nur aus Rache oder anderen niederen Beweggründen auf ein & densselben Nachbarn, darf ich mich nicht wundern, wenn ein Dritter das Rennen macht.

 

Mir mag es also gelingen, auf diese Weise meinen persönlichen Erzfeind am Sieg zu hindern, ich selbst aber gehe dabei ebenfalls leer aus.

Daraus folgt, dass man seine Giftzwergen-Entscheidungen nicht aus persönlichen Gründen treffen sollte, sondern aus rein logisch bedingten Motiven heraus.

 

Das Spiel hatte dann - wenig überraschend - ich selbst gewonnen.
 

Aber damit waren die beiden wohl auch zufrieden & kauften mir ein Exemplar ab.
 

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